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200 Millionen Franken Schäden durch Hochwasser

Grösstenteils konnten Überflutungen vermieden werden: Arkade mit geschützten Hauseingängen heute im Berner Matte-Quartier.
Samstag, 11. August 2007
Bern - Die Unwetter der vergangenen Tage dürften Schäden von über 200 Millionen Franken verursacht haben. Die Lage entspannt sich weiter, überall ging das Aufräumen los.
Die Schäden belaufen sich auf weit über 200 Millionen Franken. Alleine der Schweizerische Versicherungsverband SVV schätzte die durch die Unwetter entstandenen Schäden am Freitag auf bis zu 155 Millionen Franken. Ein Grossteil davon entfällt auf zerstörten Hausrat und Einrichtungen.

Die Schäden an Häusern belaufen sich gemäss den kantonalen Gebäudeversicherern auf 50 bis 60 Millionen Franken. Die Bauern ihrerseits müssen laut der Hagel-Versicherungs-Gesellschaft mit Schäden in der Höhe von über 5 Millionen Franken rechnen.

Die Bauern müssen mit Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen in der Höhe von über 5 Millionen Franken rechnen, wie die Hagel- Versicherungs-Gesellschaft mitteilte. Das Unwetter könnte gar zu Preiserhöhungen beim Gemüse führen, wie die Gemüseproduzenten mitteilten.

Keine Prämienerhöhungen

Prämienerhöhungen sind für den SVV jedoch kein Thema. Nach den Unwettern im August 2005 habe man die mathematischen Modelle angepasst und die Prämien und Selbstbehalte erhöht. Auf die jüngsten Unwetter sei man deshalb vorbereitet gewesen, sagte SVV-Sprecher Beat Krieger auf Anfrage der SDA.

Der Bund will nun die Erstellung der Gefahrenkarten zur Hochwasserschutzpolitik schnell fertigstellen. Damit die Kantone vorwärts machen, übernimmt er bis zu 70 Prozent der Kosten. Die Gefahrenkarten sollen bis 2011 vollständig vorliegen.

Zu wenig Gefahrenkarten

Erst ein Drittel der Gefahrenkarten sei vorhanden, sagte Roberto Loat, Verantwortlicher für die Gefahrenkarten beim Bundesamt für Umwelt, in einem erschienenen Interview mit der «Basler Zeitung». Er begründete dies damit, dass die zuständigen kantonalen Fachstellen zu wenig Ressourcen hätten.

Handlungsbedarf sieht auch das Bundesamt für Umwelt BAFU: Es will alte Dämme und Kanäle sanieren lassen. Konkret denkt das BAFU etwa an den Hagneckkanal oder den Linthkanal. Diese Bauwerke aus dem 19. Jahrhundert würden heutige Sicherheitsbestimmungen nicht mehr erfüllen, schreibt das BAFU.

fest/sda