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Trinkwasser in Blauen weiter ungeniessbar

Das Hahnenwasser darf die Bevölkerung weder trinken, noch zum Kochen oder zum Zähneputzen verwenden. (Symbolbild)
Diese Erfrischung bleibt in Blauen verboten.
Dienstag, 14. August 2007
Laufen - Die Trinkwasserleitungen von Laufen und Zwingen sind wieder freigegeben worden. Die Heizölspuren wegen der Überschwemmungen wurden zuvor aus dem Netz gespült. Nur in Blauen war das Leitungsnetz noch nicht ausreichend sauber.
Die Trinkwasserleitungen von Laufen und Zwingen sind wieder freigegeben worden. Die Heizölspuren wegen der Überschwemmungen wurden zuvor aus dem Netz gespült. Nur in Blauen war das Leitungsnetz noch nicht ausreichend sauber.

Schon am Morgen war das Leitungswasser in allen drei Gemeinden für Tier-Tränken freigegeben worden. Das Trinkwassernetz wird derzeit nicht mehr mit Grundwasser aus dem Birs-nahen Talboden gespiesen, sondern ersatzweise aus umliegenden Quellen, wie eine Sprecherin des Führungsstabes am Dienstag zur Nachrichtenagentur SDA sagte.

Die ersten Analyse-Ergebnisse des Baselbieter Kantonslabors hätten die zunächst am Geruch festgestellte Öl-Belastung im Wasser des Trinkwassernetzes nachgewiesen, wenn auch eine «sehr geringe». Demnach sei der Entscheid, das Pumpwerk Weiden in Zwingen vom Netz zu nehmen, korrekt gewesen.

Aufräumarbeiten verzögert

In Laufen hat das am Montag aufgetretene Trinkwasserproblem die Aufräumarbeiten verzögert. Die Altstadt konnte noch nicht wie erhofft für Fussgänger frei gegeben werden. Die Sperrzone bleibt bis mindestens Mittwochabend - damit man arbeiten könne.

Bis heute Abend wollen die Behörden die Stromversorgung für die ganze Stadt wieder in Betrieb nehmen. Zur laut gewordenen Kritik, die Bevölkerung sei zu spät informiert worden, sagte die Führungsstab-Sprecherin, das Wasser sei aussergewohnlich schnell und stark gestiegen. Die Behörden hätten Prioritäten setzen müssen.

Im übrigen ist auch das Laufener Trinkwasser-Pumpwerk Birsholle derzeit ausser Betrieb. Es war von den reissenden Fluten der Birs weggerissen worden.

«Grosse Entlastung»

Die Freigabe des Wassers für Tiere sei eine «grosse Entlastung»; alle Bauern würden avisiert. Nach der Warnung vom Vortag hatten die Behörden die ganze Trinkwasserversorgung im betroffenen Gebiet mit Zisternenwagen sicherstellen müssen.

Die Altstadt in Laufen konnte am Dienstag noch nicht wie erhofft für Fussgänger frei gegeben werden. Die Altstadt ist inzwischen zu 75 bis 90 Prozent geräumt, das Norimatt-Quartier ganz, wie die Sprecherin weiter sagte.

Weiterhin sind Teile der Altstadt nicht mit Strom und Gas versorgt. Die Leitungen und Anschlüsse müssen einzeln überprüft werden, bevor die Versorgung wieder eingeschaltet werden kann, hiess es.

dl/sda