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Vorwürfe nach Hochwasser: Aargau verlangt Abklärung

Laut Richard Maurer gibt es zu viele Widersprüche, die nun bereinigt werden müssten.
Montag, 13. August 2007
Aarau - Der Kanton Aargau verlangt nach dem Hochwasser eine Aussprache mit den Kantonen Bern und Solothurn sowie dem Bundesamt für Umwelt (BFU). Geklärt werden sollen offene Fragen zu den Prognosen des Bundes sowie die Regulierung des Bielersees.
Die Einladung zur Konferenz sei in Vorbereitung, sagte Richard Maurer, Chef der Abteilung Landschaft und Gewässer des Aargauer Departementes Bau, Verkehr und Umwelt BVU, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Verlangt werde eine «präzise Ursachenabklärung».

«Wir wissen, wie das Hochwasserereignis zeitlich abgelaufen ist, aber wir wissen nicht genau, was sich tatsächlich beim Ausfluss der Aare aus dem Bielersee ereignet hat», stellte Maurer fest. Es bestünden zu viele Widersprüche, die nun bereinigt werden müssten.

Nach den Überschwemmungen im Aargau war der Vorwurf erhoben worden, der Abfluss aus dem Bielersee sei viel zu spät gedrosselt worden. Statt der erlaubten 850 Kubikmeter pro Sekunde schoss die Aare am verangenen Donnerstag bei ihrem Höchststand mit 1259 Kubikmeter pro Sekunde durch Murgenthal AG.

In Untersiggenthal wurden gar 2652 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. An beiden Orten wurden damit die Alarmwerte und die bisherigen Rekorde deutlich übertroffen. Folge waren grössere Überschwemmungen in Olten, Aarau, Brugg sowie in Döttingen.

bert/sda