Am Freitag wollen die Forscher eine Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse präsentieren. In dem rund 1400-seitigen Berichtsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, entwerfen die Klima-Experten dramatische Szenarien.
Wasserknappheit
Bis 2080 werden demnach bis zu 3,2 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit leiden und bis zu 600 Millionen von Hunger bedroht sein. Jährlich könnten zudem Millionen weitere Menschen von Überflutungen betroffen sein.
Hunderte Millionen Menschen wären beispielsweise an Dutzenden Flussdeltas wie etwa am Nil von stetig steigenden Wasserständen bedroht. Auch Tropenkrankheiten dürften sich stärker ausbreiten als bisher.
Der Entwurf sagt auch ein grosses Artensterben voraus - bei einem weltweiten Temperaturanstieg um bis zu 2,5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts seien bis zu 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht, heisst es in dem Entwurf.
Unpopuläre Massnahmen gefordert
Bei einer Erwärmung um bis zu vier Grad dagegen «könnten sich nur noch wenige Ökosysteme anpassen». Der belgische Regierungschef Guy Verhofstadt forderte zum Auftakt der Veranstaltung «unpopuläre Massnahmen in allen Ländern». Es könne nicht weitergehen wie bisher.
Mit den dramatischen Ergebnissen seines ersten Berichts für das Jahr 2007, der im Februar in Paris vorgestellt wurde, hatte der Welt-Klimarat international Bestürzung ausgelöst: Der Bericht sagt einen durchschnittlichen Temperaturanstieg von bis zu 6,4 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts vorher.
