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Klimawandel: Vor allem der Süden ist betroffen

Die Wasserreserven des Südens sind stark gefärdet.
Mittwoch, 11. April 2007
Genf - In Europa wird vor allem der Süden des Kontinents unter der Erderwärmung leiden, die Konsequenzen für die Alpenregion werden weniger schwerwiegend sein. Das geht aus dem Kapitel Europa des UNO-Klimaberichts hervor, das präsentiert wurde.
In Europa seien die südlichen Regionen sicher stärker von der Erderwärmung betroffen, sagte Andreas Fischlin, Leiter der Gruppe Terrestrische Systemökologie der ETH Zürich. In der Alpenregion blieben die Temperaturen gemässigt.

Auch wenn sich das Schmelzen der Gletscher beschleunige, existierten die grossen Gletscher noch. So blieben die Wasservorräte während der Hitzewellen genügend gross.

Die Bewohner der Alpenländer seien eher privilegiert. Je weiter südlich ein Land liege, desto schlimmer werde die Situation sein, sagte Fischlin in Anspielung auf die Konsequenzen des Klimawandels für die Entwicklungsländer, insbesondere für jene in Afrika.

Risiko der Trockenheit

In Europa werden rund 2,5 Millionen Menschen in den tiefstgelegenen Küstenregionen vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen sein; zum Beispiel in den Niederlanden, in Spanien und in Italien.

Die Studien des Klimarates zeigen, dass sich das bereits warme Halbwüstenklima im Süden Europas immer mehr erwärmen wird.

Dies bedeutet ein zunehmendes Risiko der Trockenheit und eine schwere Gefährdung der Wasserreserven, der Landwirtschaft und der Wälder.

rr/sda