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Klimawandel verändert Wachstum von Fischen

Die Wachstumsgeschwindigkeit bei einigen Fischarten im Pazifik hat stark zugenommen.
Montag, 23. April 2007
Washington - Der Klimawandel verändert das Wachstum mancher Fische im Pazifik. Durch die höheren Temperaturen in den oberen Wasserschichten wachsen die dort lebenden Fische knapp 30 Prozent schneller als noch vor etwa 50 Jahren.
In den tieferen, abkühlenden Regionen hingegen verlangsame sich das Wachstum der Fische. Dies berichteten australische Wissenschafter in den «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften.

Ronald Thresher von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization CSIRO in Australien und seine Mitarbeiter hatten für ihre Studie acht verschiedene, besonders langlebige Fischarten aus dem Südwestpazifik untersucht.

Die Forscher massen die Wachstumsringe an den Ohrknochen von Fischen, die zwischen 1987 und 1996 gefangen wurden. Ähnlich wie die Jahresringe bei Bäumen erlauben diese Ringe Rückschlüsse auf das Alter und die Wachstumsgeschwindigkeit der Tiere.

Langsam wachsene Arten von Überfischung bedroht

Das Alter der untersuchten Fische betrug 2 bis 128 Jahre. Dann bestimmten die Forscher, um wie stark einzelne Exemplare der untersuchten Arten in ihren «Jugendjahren» gewachsen waren.

Bei sechs der acht Arten habe sich die Wachstumsgeschwindigkeit im Verlauf des vergangenen Jahrhunderts verändert, schreiben die Wissenschafter.

Es sei denkbar, dass einige Arten auf Grund ihres schnelleren Wachstums die Belastung durch den Fischfang besser abfedern könnten. Die langsamer wachsenden Arten seien jedoch umso stärker durch die Überfischung bedroht. Vermutlich seien ähnliche Veränderungen auch in anderen Ozeanen zu beobachten.

fest/sda