Wenn die Erderwärmung im beherrschbaren Bereich von 2,0 bis 2,4 Grad Celsius bleiben soll, koste dies im Jahr weniger als 0,12 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, heisst es in dem Bericht. Die Autoren halten es sogar für möglich, dass der Einsatz klimaschützender Technologien das Wirtschaftswachstum leicht beschleunigt.
Um den Temperaturanstieg zu begrenzen, muss der Treibhausgasausstoss dem Bericht zufolge drastisch reduziert werden. Spätestens in acht Jahren dürfen die Emissionen nicht weiter ansteigen, mahnen die Forscher.
Grund für Optimismus
Der Direktor des UNO-Umweltprogramms, Achim Steiner, sieht im jüngsten Weltklimabericht «Grund für Optimismus». Der dritte Teil des Rapports setze sich mit der Machbarkeit von Lösungsansätzen auseinander, das sei Grund für Mut und Optimismus.
Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa warnte Steiner davor, angesichts drastischer Erkenntnisse über die möglichen Auswirkungen des Klimawandels in Fatalismus zu verfallen. Sowohl der Politik als auch den Unternehmen böten sich zahlreiche Möglichkeiten, den Klimawandel zu bekämpfen.
UNO engagiert
Das UNO-Umweltprogramm UNEP nehme bei der Klimadiskussion eine führende Rolle ein, betonte Steiner. «Wir versuchen, politische Prozesse zu ermöglichen und die Diskussion wissenschaftlich zu untermauern», sagte er.
Derzeit sei ausserdem eine Klimakonferenz in New York auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs im Gespräch. «Wir müssen die Verhandlungen über die Nachfolge des Klimaschutzabkommens von Kyoto auf eine neue Schiene setzen, sonst droht ein Rückschritt in der Klimapolitik», sagte Steiner.
