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Wie gefährlich ist der Klimawandel?

In 100 hundert Jahren könnte dieser Anblick eine Rarität sein.
Donnerstag, 1. März 2007
Paris - Das grösste Polarforschungsprogramm seit 50 Jahren ist in Paris und Berlin offiziell eröffnet worden. Mehr als 50 000 Wissenschaftler aus 60 Nationen beteiligen sich am Internationalen Polarjahr 2007/2008.
Für 220 Projekte stehen umgerechnet 1,8 Milliarden Franken zur Verfügung.

Der Schwerpunkt liege auf der Erforschung der Anpassung der Polarregionen und ihrer Bevölkerung an den Klimawandel, sagte der Generalsekretär der Weltwetterorganisation WMO, Michel Jarraud, in Paris.

Wegen des umfangreichen Programms in Arktis und Antarktis läuft das von der Weltwetterorganisation WMO und dem Internationalen Wissenschaftsrat ICSU organisierte Projekt über zwei Jahre, von März 2007 bis März 2009. So soll eine vollständige und gleichwertige Abdeckung beider Regionen gewährleistet werden.

Zu den Forschungsschwerpunkten gehören auch der Zustand der Umwelt, vergangene und künftige Veränderungen der Polarwelt, die Bedeutung der Polgebiete für die übrige Erde und die Rolle der Polgegenden als Standort für Erd- und Weltallobservatorien.

Umstrittene Rückwirkungen

Der Klimawandel hat derzeit grosse Auswirkungen auf die Polarregionen mit noch umstrittenen Rückwirkungen auf die übrige Welt. Die Gebiete speichern riesige Wassermengen als Eis, die bei einer Schmelze den Meeresspiegel erhöhen würden.

Ein Auftauen des Dauerfrostbodens könnte zudem grosse Mengen des Treibhausgases Methan freisetzen, was die Erderwärmung beschleunigen könnte.

Wissenschaftler erwarten, dass sich der Nordpol in den nächsten 100 Jahren um vier bis sieben Grad Celsius erwärmen werde. Damit wäre der Lebensraum vieler Tierarten bis hin zu den Eisbären gefährdet.

Es ist das vierte Polarjahr nach 1882/1883, 1932/1933 und 1957/1958.

dl/sda