Riklin präsidiert das Beratende Organ für Fragen der Klimaänderung OcCC, das den Bericht zusammen mit der Plattform für Climate und Global Change ProClim der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften verfasst hat. Die Arbeiten dauerten rund fünf Jahre, beteiligt waren ungefähr 100 Forschende.
Sommer um drei Grad wärmer
Die Studie geht davon aus, dass die Durchschnittstemperaturen in der Schweiz bis 2050 im Winter, Frühjahr und Herbst um rund 2 Grad steigen. Gar um knapp 3 Grad wärmer werden dürften die Sommer.
Die Winter werden wärmer und feuchter, die Sommer heisser und trockener.
Volkswirtschaftliche Schäden unbestimmt
Der Preis des Klimawandels für die Volkswirtschaft ist derzeit noch offen. Das Bundesamt für Umwelt BAFU kündigte einen zweiten Bericht zu den mittelfristigen Kosten an. Publiziert werden soll er im kommenden Sommer.
Denn der Klimawandel kostet: Mehr und stärkerer Regen, auch in höheren Lagen, fordert Massnahmen bei der Raumplanung, um die möglichen Unwetterschäden klein zu halten. Nötig sind ferner Gewässer-Renaturierungen und der Schutz von Gebäuden.
Grüne Energie wird konkurrenzfähiger
Steigende Preise und die Nachfrage nach CO2-frei produzierter Energie könnten laut der Studie neue erneuerbare Energien konkurrenzfähiger machen.
Das Potenzial der Wald- und Holzwirtschaft könnte nach ihren Einschätzungen um das Dreifache ansteigen.
