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Klimawandel verursacht Umsatzeinbussen

Die Skianlagen dürften sich in höhere Höhen verlagern.
Montag, 5. März 2007
Bern - Der Klimawandel bringt die Touristiker im Berner Oberland ins Schwitzen. Ohne Gegenmassnahmen führen die zunehmend wärmeren Winter in den kommenden Jahrzehnten zu Umsatzeinbussen von jährlich gegen 120 Mio. Franken.
Eine präsentierte Studie der Universität Bern im Auftrag der Berner Oberländer Tourismusdestinationen rechnet bis 2030 mit um bis zu 2,6 Grad wärmeren Sommern und bis zu 1,8 Grad wärmeren Wintern. Die Sommer werden niederschlagsärmer, im Winter nehmen die Niederschläge zu.

Dies alles wirkt sich laut Studie wirtschaftlich auf die Tourismusdestinationen aus. Schlechtestenfalls rechnet die Studie bis 2030 mit einem Gästerückgang von bis zu einem Drittel im Winter. Dies entspricht Umsätzen in der Grössenordnung von 200 Mio. Franken. Im Sommerhalbjahr hingegen rechnet die Studie mit mehr Gästen und um bis zu 80 Mio. Franken höheren Erträgen.

Kostspielige Investitionen nötig

Durch Anpassungen können laut Studie die erwarteten Umsatzverluste um etwa die Hälfte reduziert werden. Dafür sind aber jährlich Mehrkosten von rund 70 Mio. Franken beispielswese für Investitionen in die Sicherheit, für Anpassungen am Angebot oder für höhere Versicherungsprämien nötig.

Wegen der steigenden Schneefallgrenze dürften vermehrt Investitonen in höhergelegene Skianlagen erfolgen. Chancen ortet die Studie insbesondere im Sommertourismus, wo die «Sommerfrische» die Menschen aus dem schwülen Klima in den Städten und Agglomerationen in die Berge locken könnte.

ht/sda