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Haben britische Kühe bald ausgerülpst?

Kühe stossen viel Methan aus - was schädlich für die Umwelt ist.
Dienstag, 10. Juli 2007
London - Die britische Regierung will zum Klimaschutz verstärkt gegen rülpsende Kühe und Schafe vorgehen. Wissenschafter sollen mit Unterstützung des Staates herausfinden, mit welcher Ernährung die Tiere weniger klimaschädliches Methangas ausstossen.
Forscher der Universität von Wales in Aberystwyth wollen den Tieren dabei unter anderem zuckerhaltigere Grassorten zum Fressen geben, wie britische Medien berichteten. Auch soll mehr Hornklee angepflanzt werden.

«Wir wissen, dass die Ernährung von Tieren einen Einfluss auf den Methangas-Ausstoss hat. Leichter verdauliche Nahrung kann den Gasausstoss verringern», sagte Michael Abberton vom Institut für Weideland und Umweltwissenschaft in Aberystwyth.

Das britische Programm wird nach Angaben der Zeitung «The Times» mit 750'000 Pfund 1,8 Millionen Franken gefördert und geht über drei Jahre.

Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums sagte, die Forscher arbeiteten auch an einer Methode, den Verdauungsapparat der Rinder zu verändern.

Mehrere Versuche in weiteren Ländern

Schon zuvor hatten Wissenschafter auf den Zusammenhang zwischen der Haltung von Schafen und Kühen und der Verstärkung des Treibhauseffekts hingewiesen.

Das Treibhausgas Methan soll sich bis zu 23 Mal so stark auf die Erderwärmung auswirken wie Kohlenstoffdioxid.

Auch an der Universität Hohenheim in Stuttgart arbeiten derzeit Wissenschafter an einer Pille, die die Methangas-Produktion bei Rindern verringern soll.

Weitere Versuche zur Methanminderung bei Kühen gibt es etwa in Australien und Dänemark.

rr/sda