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Warten auf Hochwasserscheitel

In Österreich werden zwei Bootsfahrer vermisst.
Mittwoch, 5. April 2006
Dresden - In Torgau an der Grenze zu Sachsen-Anhalt wird der Hochwasserscheitel heute erwartet.
Damit geht das Bangen in den vom Elbe-Hochwasser betroffenen Menschen in Deutschland weiter. In vielen Orten Sachsen-Anhalts wird am Donnerstag oder Freitag mit vorläufigen Höchstständen gerechnet. In Sachsens Hauptstadt Dresden ging der Wasserstand indes in der Nacht etwas zurück.

«Die Lage entspannt sich von Tschechien her», sagte ein Sprecher des Lagezentrums im sächsischen Innenministerium. In Dresden wurde in der Nacht ein Pegelstand von 7,43 Meter gemessen, in Schöna ging das Wasser auf 8,75 Meter zurück.

Keine Jahrhundertflut

Gestern hatte das Elbe-Hochwasser in Sachsen vielerorts vorläufige Höchststände erreicht. Die Wasserstände blieben allerdings überall deutlich unter denen der Jahrhundertflut 2002. Damals wurden in Dresden 9,40 Meter registriert, normal sind zwei Meter. Allerdings soll der Wasserstand in Sachsen erst am Wochenende überall spürbar sinken.

Im sächsischen Torgau stieg das Wasser in der Nacht geringfügig auf 8,05 Meter, normal sind dort etwa 2,10 Meter. Der Höchststand soll heute bei bis zu 8,15 Meter liegen. Beim Jahrhunderthochwasser 2002 war die Elbe bei Torgau auf 9,45 Meter angestiegen. In Torgau- Oschatz war am Dienstag für sieben Gemeinden am Fluss Katastrophenalarm ausgerufen worden.

In Magdeburg stieg das Elbe-Hochwasser in der Nacht auf 6,25 Meter, in Wittenberg auf 6,16 Meter. In Dessau wurden 6,50 Meter gemessen.

Todesopfer in Österreich

In Österreich war gestern ein Kind ertrunken. Der 18 Monate alte Junge hatte in einem Garten gespielt, der an den Hochwasser führenden Fluss Ager grenzte. Zwei Männer, die mit einem Boot auf der March unterwegs waren, werden nach Behördenangaben vermisst.

In Bayern starb am Montag ein 86-jähriger Rentner, als er beim Auswaschen von Abfalleimern in einen Fluss gerissen wurde.

Evakuierungen in Ungarn

In Ungarn wurden gestern mehr als 500 Menschen in Sicherheit gebracht. Von Wochenmitte an sei ein neues Ansteigen der Elbe auf Grund von Regen und Schneeschmelze nicht ausgeschlossen, hiess es.

ht/sda