Der Scheitelpunkt der Flutwelle werde an einigen Messstationen bereits am Wochenende statt am Montag erwartet. Experten vermuten, dass die stärkeren Zuflüsse aus der Havel die Flutwelle beschleunigt haben.
Brandenburg zittert
Die Landesregierung in Brandenburg bezeichnete die Lage als sehr angespannt. Evakuierungen seien nicht auszuschliessen. Im Raum Wittenberge stieg die Elbe weiter an und erreichte einen Pegel von etwa sieben Metern.
In Sachsen und Sachsen-Anhalt fielen die Pegelstände der Elbe hingegen leicht, ohne dass sich dadurch allerdings eine spürbare Entlastung ergab.
«Von einer Entspannung würden wir noch nicht sprechen», sagte ein Sprecher des sächsischen Innenministeriums. Noch fielen die Pegelstände an der sächsischen Elbe nur zentimeterweise. Die Zahl der an den Deichen aushelfenden Soldaten sei noch einmal etwa um 400 auf 680 aufgestockt worden, fügte er hinzu.
Entspannung am Elb-Abschitt in Ostdeutschland
Am Elb-Abschnitt zwischen Dresden und der Sächsischen Schweiz konnten jedoch bereits im Gefolge der sinkenden Pegelstände rund 500 Bewohner wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.
In Deutschland sind Tausende Helfer, darunter auch Hunderte Bundeswehrsoldaten, weiter im Einsatz, um Deiche zu stabilisieren und Sickerstellen abzudichten. Zum Teil müssen Sandsäcke mit Helikoptern herangebracht werden, weil Lastwagen das durchnässte Hinterland der Deiche nicht mehr befahren konnten.
