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Lage in Tschechien bleibt kritisch

Die Morava im Osten von Tschechien.
Sonntag, 2. April 2006
Prag/Dresden - Die Lage in den Hochwassergebieten Tschechiens bleibt kritisch. Vor allem in Olmütz (Olomouc) im Osten des Landes verschlechterte sich in der Nacht die Situation wegen eines Dammbruchs dramatisch.
Die March Morava überflutete dort ein Fünftel der Altstadt, an manchen Stellen stand das Wasser einen Meter hoch. Weitere Dämme drohten nachzugeben. Das tschechische Militär wurde zu Hilfe gerufen.

In der Nacht forderte die Polizei rund 2500 Menschen in den bedrohten Teilen der 100 000-Einwohner-Stadt zum Verlassen ihrer Häuser auf. Viele von ihnen weigerten sich jedoch, die Anweisung zu befolgen.

Notstandsgebiet an deutscher Grenze

Die Pegelstände der meisten Flüsse in Tschechien stabilisierten sich in der Nacht. Nur die Elbe stieg weiter an. In der Region Ustecky mussten rund eintausend Menschen ihre Häuser verlassen.

Die Behörden erklärten fast die gesamte Länge der Elbe von Steti rund 40 Kilometer nördlich von Prag bis zur deutschen Grenze zum Notstandsgebiet. Die tschechische Regierung wollte am Abend bei einer Krisensitzung über den Hochwasserschutz beraten.

ht/sda