Rund 250 Feuerwehrleute und Helfer kämpften pausenlos gegen die Flammen. Unterstützt wurden sie von 20 Löschflugzeugen und - helikoptern.
Die Arbeiten wurden dadurch erleichtert, dass der Wind nachliess. In der Nacht hatte sich das Feuer in der dürregeplagten Region noch ausgebreitet, ein weiteres Dorf mit rund 150 Einwohnern musste evakuiert werden.
Generalstaatsanwalt schaltet sich ein
In die Ermittlungen wegen der Katastrophe schaltete sich auch Generalstaatsanwalt Cándido Conde-Pumpido ein. Die Polizei hatte zuvor die Ausflügler vernommen, die das Flammeninferno beim Grillen in freier Natur verursacht haben sollen.
Im Falle eines Gerichtsverfahrens drohen den Verantwortlichen zwischen 5 und 20 Jahren Gefängnis.
Elf Arbeiter sterben
Die Brandkatastrophe war eine der schlimmsten in Spanien seit 15 Jahren. Bei den Löscharbeiten waren am Montag elf Forstarbeiter ums Leben gekommen.
Sie waren bei ihrem Einsatz von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt. Von den bis zur Unkenntlichkeit verkohlten Leichen konnten bislang erst zwei identifiziert werden.
Das Feuer hat bereits 12 000 Hektar Kiefernwald vernichtet, rund 2000 davon in dem Naturschutzpark. Aufgrund der jüngsten Brände erwägt die spanische Regierung, das Grillen für die gesamte Sommerzeit grundsätzlich zu verbieten.
Bislang obliegen diese Regelungen den einzelnen Regionalverwaltungen und Gemeinden, die von Fall zu Fall entscheiden.
