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Waldbrände in Mittelspanien weiten sich aus

Ausflügler hatten trotz Verbots einen Grill angezündet und den Brand fahrlässig entfacht.
Dienstag, 19. Juli 2005
Guadalajara - - Der grosse Waldbrand nahe Guadalajara in Mittelspanien hat sich in der Nacht auf Dienstag weiter ausgebreitet.
In der Gegend sei ein weiteres Dorf mit rund 150 Einwohnern vorsorglich evakuiert worden, berichtete das Radio. Die Flammen haben bislang mehr als 12 000 Hektaren Kiefernwald vernichtet und auch den Naturschutzpark Alto Tajo erfasst. Am Sonntag waren elf Forstarbeiter bei den Löscharbeiten ums Leben gekommen.

Die Polizei verhörte unterdessen die Ausflügler, die den Brand verursacht haben sollen. Sie hatten trotz eines Verbots in der Gegend gegrillt. Einer von ihnen räumte ein, das Grillfeuer angezündet zu haben.

Fahrlässige Brandstiftung: 20 Jahre Höchststrafe

Er muss nun mit einer Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung rechnen. Die Höchststrafe dafür sind 20 Jahre Haft. Festgenommen wurde aber keiner der Verdächtigen. Sie waren freiwillig bei der Polizei erschienen.

In Castellnou de Bages bei Barcelona brach unterdessen ein weiterer Waldbrand aus. Rund 200 Einwohner sowie 200 Kinder eines Ferienlagers mussten in Sicherheit gebracht werden.

Fünf Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten verletzt, wie die Behörden mitteilten. Die Flammen vernichteten eine Fläche von rund 1000 Hektaren Pinienwald.

fest/sda