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Elf Tote bei Waldbrand in Mittelspanien

Auch Teile ein Naturschutzgebietes standen in Flammen.
Montag, 18. Juli 2005
Guadalajara - Bei einem Waldbrand nahe Guadalajara in Mittelspanien sind elf Menschen getötet worden.
Bei den Opfern handelte es sich um Feuerwehrleute und freiwillige Helfer, die bei Löscharbeiten von den Flammen eingeschlossen wurden, wie die Behörden mitteilten. Zunächst hatten die Behörden von mindestens 14 Toten gesprochen. Ein Mensch sei schwer verletzt in ein Spital gebracht worden, hiess es.

Das Feuer nordöstlich von Madrid geriet ausser Kontrolle, auch Teile ein Naturschutzgebietes standen in Flammen. Bis zum Abend wurden etwa 5000 Hektaren Wald vernichtet. Drei Dörfer mit rund 500 Einwohnern mussten evakuiert werden.

Feuer beim Grillieren entfacht

Der Brand war von einer Gruppe Ausflüglern fahrlässig beim Grillen ausgelöst worden. Durch Funkenschlag hatten die trockenen Gräser der Umgebung Feuer gefangen.

Begünstigt durch die grosse Hitze und die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten wüteten in Spanien landesweit etwa 15 Waldbrände, die insgesamt rund 8000 Hektaren Baumbestand zerstörten.

Sechs Helfer verletzt

Grössere Feuersbrünste wurden aus der Gegend um Saragossa und aus Zamora an der Grenze zu Portugal gemeldet. Dort waren sechs Helfer bei den Löscharbeiten verletzt worden.

Nahe Ciudad Real nahm die Polizei zudem einen 63-Jährigen fest, der ein Feuer in der Umgebung einer Erdölraffinerie gelegt hatte. Dutzende Hektaren Pinienwald wurden ein Raub der Flammen, wie die Behörden mitteilten. Die Raffinerie sei jedoch nicht in Gefahr gewesen.

fest/sda