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Elf Tote: Waldbrände ausgeweitet

Inzwischen wurde die Armee zur Hilfe gerufen. (Archiv)
Montag, 18. Juli 2005
Guadalajara - Nach dem Tod von elf Feuerwehrleuten bei einem Waldbrand nahe Guadalajara in Mittelspanien haben sich die Flammen laut Behörden weiter ausgebreitet.
Es sei bereits eine Fläche von 6000 Hektaren Baumbestand und Buschland vernichtet worden. Der starke Wind fache das Feuer immer wieder an. Die Armee sei deshalb zur Hilfe gerufen worden, hiess es weiter. Zudem sind zusätzliche Löschflugzeuge angefordert worden. Im Kampf gegen das Feuer nahe dem Naturpark Alto Tajo waren die Nacht über rund 150 Menschen im Einsatz.

Die elf getöteten Feuerwehrleute seien von einem plötzlichen Wechsel der Windrichtung überrascht worden. Dadurch seien sie von den Flammen eingeschlossen worden. Die Leichen der Opfer konnten bislang wegen des schwer zugänglichen Gebiets nicht geborgen werden.

Nach der Tragödie reiste Vizeregierungschefin Mara Teresa Fernández de la Vega in das Unglücksgebiet nordöstlich von Madrid. Die Einwohner warfen der Regierung vor, nicht genügend Mittel zur Brandbekämpfung bereitgestellt zu haben.

Fünf Dörfer geräumt

Wegen des Brandes mussten fünf Dörfer der Gegend mit rund 500 Einwohnern geräumt werden. Auch 150 Jugendliche eines Sommercamps wurden in Sicherheit gebracht. Die Menschen übernachteten in einer Sport- und in einer Fabrikhalle.

Der Brand war von einer Gruppe Ausflüglern fahrlässig beim Grillen ausgelöst worden. Durch Funkenschlag hatten die trockenen Gräser der Umgebung Feuer gefangen.

fest/sda