Betroffen waren unter anderem Orte des Landkreises Sächsische Schweiz, Teile Dresdens, die Stadt Meissen und eine Siedlung in Riesa. Angesichts des langsam steigenden Elbwassers wurden die Bewohner im niedrig gelegenen Dresdner Stadtteil Gohlis am Samstagabend per Lautsprecherwagen erneut aufgefordert ihre Häuser zu verlassen.
Maximalwert am Dienstag erwartet
Am Morgen war hier Wasser über einen Damm geschwappt. Mehr als 300 Bewohner hatten sich in Sicherheit gebracht. Im Rahmen einer 60- Stunden-Prognose wird der Maximalwert in Dresden mit 7,65 Meter für kommenden Dienstag erwartet.
In Meissen kletterte der Elbpegel innerhalb von sechs Stunden in der Nacht zum Sonntag um vier Zentimeter auf eine Marke von 8,53 Meter und damit deutlich langsamer als zuvor. In der Stadt gebe es allerdings wohl kein Haus mehr mit einem trockenen Keller, sagte eine Sprecherin.
Tausend verlassen Häuser
Einzelne Häuser in Elbnähe seien durch das Hochwasser vollständig abgeriegelt. Für fast 200 Haushalte wurde vorsorglich der Strom abgeschaltet. Die Stadt richtete ein «Wärmezimmer» ein, in dem warme Getränke und Mahlzeiten angeboten werden.
In Pirna meldeten die Behörden in der Nacht ebenfalls kaum Bewegung beim Wasserstand. In der Stadt stehen zahlreiche Wohnhäuser im Wasser. Schätzungen zufolge verliessen rund tausend Menschen ihre Häuser vorsorglich.
Trotz einer leichten Entspannung in den bayerischen Hochwassergebieten an Donau und Main wollte das Bayerische Landesamt für Umwelt am Samstag keine Entwarnung geben. Vor allem an Main, Naab und Regen würden die Pegelstände bis zum Sonntag nochmal ansteigen.
