Das Hochwasser hatte am Vormittag Pirna erreicht. Ufernahe Gebäude wurden mit Sandsäcken gesichert, Keller mussten ausgepumpt werden.
Bad Schandau evakuiert
In Bad Schandau hatten bereits am Mittwochabend rund 1000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Stellenweise wurde dort aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet.
Statt in die Notunterkünfte zu ziehen, hatten es viele Bewohner von Bad Schandau vorgezogen, die Nacht bei Verwandten oder Bekannten zu verbringen. Ähnliches werde in Pirna erwartet, trotzdem habe der Landkreis eine Berufsschule zur Unterkunft für die Einwohner umfunktioniert.
Alarm in Dresden
Seit Mittwochnachmittag gilt auch für das Stadtgebiet Dresden der Voralarm für den Katastrophenalarm. Das Landeshochwasserzentrum erwartete am Nachmittag am Pegel Dresden das Überschreiten der Sieben-Meter-Marke. Für Freitag früh wurde ein Wasserstand von bis zu 7,55 Meter erwartet.
In Tschechien mussten wegen landesweiter Überschwemmungen tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen. Am dramatischsten war die Lage in der südmährischen Grenzregion zu Österreich, in der bereits in der Nacht die Häuser von mehr als 10 000 Bewohner evakuiert werden mussten.
Todesopfer in der Slowakei
In der Slowakei forderte das Hochwasser mindestens zwei Todesopfer. Ein vierjähriger Knabe ertrank bei der ostslowakischen Kleinstadt Sabinov. Ein 61-jähriger Mann ertrank nahe Bratislava.


