Rund 300 Bundeswehrsoldaten trafen in Dannenberg ein, um bei der Sicherung der Deiche zu helfen. «Das Wasser steigt etwa alle zwei Stunden um einen Zentimeter», sagte eine Sprecherin des Kreises Lüchow-Dannenberg.
Im schleswig-holsteinischen Lauenburg standen Teile der Altstadt unter Wasser. Der Fluss schwoll dort auf einen Pegelstand von neun Metern an. Normal sind rund fünf Meter. Etwa 100 Altstadt-Häuser standen unter Wasser oder waren stark gefährdet. Der Fluss soll bis Montag noch 30 Zentimeter steigen.
Prognosen weit übertroffen
Damit werden frühere Prognosen weit übertroffen. Experten hatten bis Freitag ausgeschlossen, dass der Wert der Jahrhundertflut von 2002 8,70 Meter erneut erreicht werde. Überall in der Altstadt, die direkt an das Flussufer grenzt, wurden Barrieren aus tausenden Sandsäcken gebaut.
Mecklenburg-Vorpommern rüstete sich für das grösste Elbehochwasser seit Beginn der Aufzeichnungen vor 110 Jahren. Dagegen entspannte sich die Lage in den Hochwassergebieten in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. In Sachsen wurde der Katastrophenalarm aufgehoben.
