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Elbe-Hochwasser hat Höchststand überschritten

An verschiedenen Orten überstieg das Wasser die Pegel der Jahrhundertflut 2002.
Montag, 10. April 2006
Hamburg - Im norddeutschen Hochwassergebiet haben die Wasserstände der Elbe ihren Höhepunkt überschritten. Für die Menschen entlang des Stromes bedeutet dies aber noch kein Aufatmen.
Trotz allmählich sinkender Wasserstände gaben die Behörden am Montag keine Entwarnung . «Wir rechnen nach wie vor mit einem hohen Wasserstand bis Ostern - je länger das Wasser steht, desto grösser wird die Gefahr, dass die Deiche aufweichen», sagte Achim Stolz vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft.

Tausende Helfer kämpften weiterhin rund um die Uhr gegen die Fluten. In der Ortschaft Dannenberg sickerte nach Angaben der Feuerwehr auf 400 Metern Länge Wasser durch den Deich. Die Helfer versuchten, die Stelle abzudichten.

In Hitzacker stand die Altstadt nach wie vor komplett unter Wasser - auch wenn der Pegelstand seit Sonntag um neun Zentimeter auf 7,56 Meter sank. Es bestehe die Hoffnung, dass in den nächsten Tagen zumindest der Strom wieder angestellt werden könne.

Elbeflut mit 9,10 Metern auf Höchststand

Auch in Lauenburg in Schleswig-Holstein erreichte die Elbeflut mit 9,10 Metern ihren Höchststand und übertraf damit die Flut vom August 2002. Der Wasserstand ging am Nachmittag erstmals seit gut eineinhalb Wochen wieder zurück.

Eine spürbare Entspannung der Lage wird erst zum Wochenende erwartet, weil Experten pro Tag nur mit einem Rückgang von fünf bis zehn Zentimetern rechnen. Das Wasser stand am Montag mehr als vier Meter höher als normal und übertraf den Wert der Flut von 2002 damit um 40 Zentimeter.

smw/sda