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Zehntausende demonstrieren in Montréal für Klimaschutz

Die Klimaerwärmung könnte die gewohnte Umgebung der Inuit verändern.
Sonntag, 4. Dezember 2005
Mehrere zehntausend Menschen haben gestern Samstag in Montréal die Delegierten auf der Welt-Klimakonferenz zu raschen Entscheidungen aufgefordert.
In zwei Zügen bewegten sich die Demonstranten in Richtung Konferenzzentrum, wo derzeit Vertreter von rund 180 Staaten über den künftigen Klimaschutz diskutieren. «Es ist Zeit zum Handeln» hatten drei Frauen aus Südkorea auf ihre übergrossen Fächer geschrieben.

Mitglieder der Umweltstiftung WWF marschierten als Eisbären verkleidet mit, weil der Lebensraum dieser Tiere derzeit wortwörtlich wegschmilzt. Eine kanadische Familie trug abgestorbene Äste, als Zeichen für den sterbenden Wald in Kanada. Viele aus China stammende Einwohner von Montréal nutzten die Demonstration zum Protest speziell gegen die chinesische Regierung. «Sie kümmert sich nicht um ihre Menschen und auch nicht um die Verschmutzung von Luft und Wasser», kritisierte eine in China geborene Demonstrantin.

Indianertrommeln

Nur die angereisten nordamerikanischen Indianer machten keine grosse Worte. Sie trommelten und sangen eindringlich klingende Lieder mit einfachen Silben. «In dem Lied gibt es keine Wörter, wir wollen nur den Geist unserer Leute herüberbringen», erläuterte ein Mitglied.

ht/sda