Im Schweizer Mittelland und vor allem im Tessin, das besonders unter der grenzüberschreitenden Verschmutzung leidet, wird sich die Luftqualität gemäss UVEK merklich verbessern. Im Tessin wird auch ein Rückgang der Ozonspitzenwerte erwartet.
Gesetze konsequent anwenden
Die Schweiz verpflichtet sich, gegenüber 1990 die Emissionen von Schwefeldioxid um 40 Prozent, von Stickoxid um 52 Prozent, von flüchtigen organischen Verbindungen um 51 Prozent und von Ammoniak um 13 Prozent zu senken. Laut UVEK können diese Ziele erreicht werden, wenn die Gesetze konsequent angewandt werden.
In Europa sollen sich die Schwefeldioxid-Emissionen gegenüber 1990 durch die Umsetzung des Protokolls um 60 Prozent verringern. Beim Ozon und bei den flüchtigen organischen Verbindungen wird eine Reduktion von je 40 Prozent angestrebt und beim Ammoniak um 17 Prozent.
Dank diesen Massnahmen sollen im Jahr 2010 nur noch etwa 10 bis 15 Prozent der Fläche der empfindlichen Ökosysteme einer übermässigen Versäuerung ausgesetzt sein. Dies ist viermal weniger als 1990. Bei der Überdüngung sind geringere Auswirkungen zu erwarten. Eine Verbesserung soll auch beim sekundären Feinstaub zu spüren sein.
