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Frühling in Kanada - Brände in Texas

In Kanada zeichnet ich ein sehr frühes Ende des Winters ab.
Dienstag, 14. März 2006
Toronto/Washington - Während in der Schweiz Kälte, Eis und Schnee das Leben bestimmen, herrschen in Kanada frühlingshafte Temperaturen.
Zwischen Dezember und Februar wurde die wärmste Winterperiode seit Aufzeichnung der Temperaturen 1948 gemessen.

Wie kanadische Medien berichteten, lagen die Werte im Durchschnitt 3,9 Grad über den üblichen Temperaturen. Besonders mild zeigte sich der Winter in der Provinz Alberta und im Nordwesten. Dort war es sechs bis acht Grad wärmer als sonst um diese Jahreszeit.

Nur alle 100 Jahre

«Statistisch gesehen passiert das nur alle 100 Jahre einmal», sagte der kanadische Klimaforscher Bob Whitewood der Zeitung «Globe and Mail».

Normalerweise hat Kanada mit eisigen Temperaturen von minus 30 bis minus 40 Grad zu kämpfen, in diesem Winter gab es jedoch nur wenige von diesen Frosttagen. Auch der Schneefall, oft bis zu drei Meter, erreichte dieses Mal nur einen Meter Höhe.

Letztmals 1987

Einen milden Winter erlebten die Kanadier zuletzt 1987, so warm wie dieser war er aber nicht: Damals blieb es immer noch fast ein Grad kälter als 2005/06.

Eine schlüssige Erklärung für das warme Wetter gebe es für kanadische Wetterforscher nicht, hiess es. In den vergangenen 60 Jahren seien die Temperaturen im Winter jedoch schrittweise um bis zu zwei Grad gestiegen.

Waldbrände in Texas

Waldbrände machen den Leuten in Texas zu schaffen. Bisland kamen elf Menschen ums Leben, die meisten bei Verkehrsunfällen, als sie sich in ihren Autos vor der heranrückenden Feuerfront retten wollten.

Östlich von Amarillo im Norden von Texas seien seit Sonntag rund 2800 Quadratkilometer flaches Weideland - das ist die Grösse des Kantons Tessin - von den Flammen erfasst worden, berichteten US- Medien unter Berufung auf das texanische Forstamt.

Mehr als 1900 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Die Behörde vermutete Brandstiftung als Ursache.

bsk/sda