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Waldbrände unter Kontrolle

Das Feuer in Extremadura vernichtete fast 8000 Hektaren Wald. (Bild: Archiv)
Sonntag, 24. Juli 2005
Madrid - In Spanien, Frankreich und Portugal sind die seit Tagen tobenden Waldbrände weitgehend unter Kontrolle.
In der südwestspanischen Region Extremadura nahmen die entstandenen Schäden allerdings das Ausmass einer Umweltkatastrophe an.

Das vermutlich durch Brandstiftung ausgelöste Feuer vernichtete laut Radioberichten vom Sonntag fast 8000 Hektaren Pinienwald. Das entspricht der Grösse von mehr als 10 000 Fussballfeldern.

Rund 1000 Einwohner hatten ihre Häuser zeitweise verlassen. Am Wochenende waren in der Gegend von Cáceres nur noch kleinere Brandherde aktiv.

300 Hektaren in einer Stunde

Auf Grund der Dürre sind die Waldbrände auf der Iberischen Halbinsel in diesem Jahr besonders gefährlich und schwerer zu bekämpfen als sonst.

Die Zeitung "La Vanguardia" berichtete, die Feuersbrünste breiteten sich in diesem Sommer so rasch aus, dass sie in einer Stunde bis zu 300 Hektaren Wald vernichten könnten. In anderen Jahren seien es nur bis zu 70 Hektaren.

Ein Waldbrand auf Gran Canaria wurde ebenfalls unter Kontrolle gebracht. In der Inselmitte hatten die Flammen eine Fläche von rund 350 Hektaren verwüstet und auch den Tejeda-Naturschutzpark erfasst. Die Polizei fahndet nach einem verdächtigen Paar, das den Brand gelegt haben soll.

Tausend Feuerwehrleute

In Portugal kämpften fast 1000 Feuerwehrleute und Helfer gegen fünf Feuersbrünste an. Der grösste Brand wütete bei Arganil östlich von Coimbra.

In Südfrankreich brachte die Feuerwehr mit Hilfe von Löschflugzeugen mehrere Waldbrände unter Kontrolle.

Mehrere hundert Hektaren Wald und Buschland wurden bei den Bränden in der Nacht zum Samstag in den Ost-Pyrenäen und dem Departement Aude vernichtet.

Südlich von Narbonne wurde sicherheitshalber ein Campingplatz mit 800 Feriengästen geräumt. Einige Wohnwagen wurden von den Flammen beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden.

rr/sda