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UNO-Konferenz ohne Ergebnis

Transport von Tropenholz aus Südwestafrika.
Samstag, 28. Mai 2005
New York - Die UNO-Konferenz zum Schutz des Waldes ist nach zwei Wochen strittiger Beratungen ohne Ergebnis zu Ende gegangen.
Es habe kein Entscheid getroffen werden können, der angesichts der gewaltigen Abholzungen wichtig gewesen sei.

Der Vorsitzende des UNO-Waldforums UNFF, Manuel Rodriguez Becerra, sprach nach dem Ende der Konferenz in New York von einem gemeinsamen Scheitern der Teilnehmerländer.

Interessengegensätze

"Vor allem die Interessengegensätze zwischen Industrie- und Entwicklungsländern haben zum Scheitern geführt", sagte er.

So hätten die Europäische Union EU und Kanada die strikte Begrenzung des Holzeinschlags verlangt. Die Entwicklungsländer hätten konkrete Festsetzungen zurückgewiesen und mehr Hilfen zum Schutz der Wälder gefordert.

"Es gab hier nicht viel Übereinstimmung von Zielen und Instrumenten", sagte der UNFF-Präsident.

Die Teilnehmer wollten nun versuchen, bei einem für Februar kommenden Jahres geplanten Folgetreffen konkrete Ergebnisse zu erzielen. An der New Yorker Konferenz des UNO-Waldforums hatten 300 Regierungsvertreter teilgenommen, unter ihnen 40 Minister.

USA und Brasilien sperren sich

Die Schweiz war mit drei Experten des BUWAL vertreten. Nach Angaben der UNO gehen jedes Jahr weltweit rund 9,4 Millionen Hektar Wald verloren - der Grossteil in den Ländern der Tropen.

Die Umweltgruppe Greenpeace machte vor allem die USA und Brasilien für das Scheitern verantwortlich. Die Länder hätten sich gegen nachweisbare, zeitgebundene Zielsetzungen zur Beendigung des illegalen Holzeinschlags gesperrt, sagte Greenpeace-Sprecher Martin Kaiser.

Dem UNFF warf er Versagen vor: "Dem UNO-Forum fehlt der politische Wille und das Profil, um beim Kampf gegen die Abholzung eine wirksame Rolle zu spielen."

kst/sda