Die grössten Verluste verzeichnet der Bericht in den Tropen. In den nicht tropischen Regionen, darunter auch Europa, hätten sich die Waldgebiete im vergangenen Jahrzehnt sowohl auf natürliche Weise als auch durch Aufforstung kräftig ausgedehnt.
Umstrittene Zahlen
Dem UNO-Bericht zufolge stand der Verlustrate von 14,6 Millionen Hektaren pro Jahr in den 1990ern ein Zuwachs von jeweils 5,2 Millionen Hektaren durch Aufforstung gegenüber. Daraus ergibt sich unter dem Strich ein Minus von 9,4 Millionen Hektaren im Jahr, heisst es in dem Bericht.
Allerdings sind die Zahlen der Vereinten Nationen nicht unumstritten. Der World Wide Fund for Nature WWF und das World Resources Institute WRI waren beim Nachrechnen von Angaben für 1999 zu dem Schluss gekommen, dass das Waldsterben jährlich fast zwei Millionen Hektaren mehr betrifft als von den UNO kalkuliert.
