Für die Studie haben Experten die Klimapolitik der acht Länder anhand von zehn Kriterien untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass die US-Regierung "es nicht nur versäumt, sich den Gefahren des Klimawandels zu stellen, sondern aktiv darauf hinarbeitet, die bisherigen Bemühungen der G8 in dieser Frage aufzuweichen."
USA in Klimafrage isolieren
Wegen ihrer Uneinsichtigkeit müssten die USA in der Klimafrage isoliert werden, forderte der WWF. "Wenn die Vereinigten Staaten hier hinterherhinken, dann ist es an der Zeit, sie hinter sich zu lassen".
Die sieben anderen Länder der Gruppe sollten auf dem bevorstehenden G8-Gipfel notfalls gegen den Willen Washingtons auf "klaren und konkreten Ergebnissen" für den Klimaschutz bestehen.
Grosse Fortschritte
Den grössten Fortschritt beim Klimaschutz haben der Studie zufolge Deutschland, Grossbritannien und Frankreich gemacht. Allerdings seien auch deren Anstrengungen unzureichend.
Auch wenn die USA "die Niete im Klassenzimmer bleiben, stehen die Spitzenschüler nicht gerade besonders gut dar", heisst es in der Erklärung. Sollten die drei bestplatzierten Länder nicht weitere Bemühungen zur Reduktion des Ausstosses von Treibhausgasen unternehmen, dann würden diese in den kommenden Jahren wieder steigen.
Dem WWF zufolge sind die G8-Länder für 45 Prozent des weltweiten Ausstosses an Treibhausgasen verantwortlich. Die Gruppe kritisiert, dass in den USA immer noch zwei Drittel des Energiebedarfs aus fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas gewonnen werde; dabei fallen die Treibhausgase an, die für die Erwärmung des Erdklimas verantwortlich gemacht werden.
Für seine Studie untersuchte der WWF unter anderem die Kriterien Stromerzeugung, Einsatz erneuerbarer Energien sowie Ausstoss von Industrie, Verkehr und Privathaushalten.
