Tote gab es nach Angaben der Behörden keine. Mehrere Menschen wurden nach dem Durchzug des Unwetters jedoch vermisst, hunderte wurden obdachlos. Mehr als 120 000 Haushalte in der Katastrophenregion waren zunächst ohne Strom.
Kleinstadt Innisfail schwer getroffen
«Der schlimmste Fall ist eingetreten. Der Ort, den wir lieben, ist völlig verwüstet», klagt Neil Clarke, Bürgermeister der besonders heftig getroffenen Kleinstadt Innisfail südlich von Cairns. Gemäss Schätzungen demolierte der Sturm in dem 9000 Einwohner zählenden Ort mehr als jedes zweite Haus.
Ministerpräsident John Howard erklärte, er werde die am stärksten verwüsteten Gebiete in den nächsten Tagen besuchen. Der von «Larry» verursachte wirtschaftliche Schaden wird auf viele hundert Millionen Dollar geschätzt.
Warnung vor Krokodilen und Schlangen
Auch die Natur wurde reichlich durcheinander gewirbelt: Die Behörden warnten vor Krokodilen und Schlangen, die der Sturm aggressiv und orientierungslos hinterlassen habe. Vor seinem Eintreffen an der Küste zog der Zyklon über das grösste Korallenriff der Welt - das Great Barrier Reef.
Der Zyklon war zunächst in die höchste Kategorie 5 eingestuft worden. Nachdem er aber am Montagmorgen Ortszeit die Küste erreicht hatte und landeinwärts zog, nahm seine Gewalt ab.
