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Zyklon «Larry» schlägt Schneise der Verwüstung

«Larry» hat noch eine grössere Wucht als der tropische Wirbelsturm «Tracy».
Strand in der Nähe von Cairns in Nordostaustralien. (Archivbild)
Montag, 20. März 2006
Sydney - Der schwerste Wirbelsturm seit 20 Jahren hat im Nordosten Australiens eine Schneise der Verwüstung geschlagen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern war der Zyklon «Larry» am Montagmorgen auf Land getroffen.
In der Stadt Cairns wurden nach australischen Medienberichten mindestens 20 Menschen mit Verletzungen in Spitäler gebracht. Der Sturm deckte zahllose Häuser ab. Bäume wurden entwurzelt und Stromleitungen zerfetzt.

Tausende von Küstenbewohnern hatten vor dem herannahenden Sturm ihre Häuser verlassen und in Schulen und Hotels Schutz gesucht. In der Stadt Innisfall sprach Bürgermeister Neil Clarke von «totaler Zerstörung».

Vergleich mit Katrina

Die Polizei konnte trotz hunderter Notrufe nicht zu Einsätzen ausrücken, weil die Beamten ihre Station nicht verlassen konnten. Häuser seien buchstäblich um die Menschen herum im rund 9000 Einwohner zählenden Ort in sich zusammengebrochen.

Der Sturm war in die höchste Kategorie 5 eingestuft worden. Die Behörden verglichen seine Stärke mit jener von «Katrina». Der Hurrikan hatte im August des vorigen Jahres die Küste des US- Bundesstaates Louisiana und vor allem die Grossstadt New Orleans verwüstet.

Zerstörerische 24 Stunden

Zyklone sind ebenso wie Hurrikans tropische Wirbelstürme, die ihre zerstörerische Kraft über dem Meer gewinnen. Die Behörden erwarteten, dass «Larry» seine Stärke für etwa 24 Stunden beibehält und noch hunderte von Kilometern landeinwärts zieht, bevor er an Kraft verliert.

Der Zyklon «Larry» hat eine grössere Wucht als der tropische Wirbelsturm «Tracy». Durch «Tracy» starben 1974 in Darwin 71 Menschen; 20 000 wurden obdachlos.

ht/sda