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Palermo: Tonnen von Kehricht in Brand gesetzt

Als Folge des Streiks türmte sich der Kehricht bis zu zwei Meter hoch. (Symbolbild)
Donnerstag, 4. Juni 2009
Rom - In Palermo eskaliert die Abfallkrise. In der sizilianischen Hauptstadt wurden die sechste Nacht in Folge Mülltonnen angezündet, die Feuerwehr musste wiederholt ausrücken.
Ausgelöst wurde die Krise von einem einwöchigen Bummelstreik der Abfallarbeiter. Diese protestieren gegen einen befürchteten Stellenabbau beim Entsorgungsunternehmen Amia, das in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Die Belegschaft wehrt sich auch gegen den Umstand, dass sie die vorgeschriebene Schutzkleidung und Ausrüstung nicht erhalten hat, weil das vor dem Bankrott stehende Entsorgungsunternehmen sie kaum noch stellen kann.

Armee räumt Abfall weg

Als Folge des Streiks türmte sich der Kehricht bis zu zwei Meter hoch. Wegen einer Floh-Invasion musste zudem eine Schule gesperrt werden. Hinter dem Eingang zu dem Areal vergammeln seit Tagen unter sengender Sonne übelriechende Abfallberge.

Zur Entschärfung der Lage trug die Armee bei, die zur Abfallräumung der Strassen eingesetzt wurde. Die Polizei musste eingreifen, um einige Arbeiter in Sicherheit zu bringen, die von wütenden Bewohnern angegriffen wurden.

In Palermo traf der Chef des italienischen Zivilschutzes, Guido Bertolaso, ein, der auch bei der Abfallkrise von Neapel im vergangenen Jahr bereits im Einsatz war. Er wollte bei einem Krisentreffen mit Behördenvertretern Notmassnahmen besprechen.

bert/sda