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Nach Neapel stapelt sich nun in Palermo der Müll

In Neapel und seiner Umgebung leidet die Bevölkerung seit mehr als einem Jahrzehnt unter einem Abfallproblem.
Sonntag, 31. Mai 2009
Rom - Nach Neapel erstickt nun auch Palermo im Abfall. Nach einem rund einwöchigen Bummelstreik der Müllarbeiter stapelten sich vor den Gebäuden und Kirchen der sizilianischen Hauptstadt Abfallsäcke und Unrat auf bis zu zwei Metern Höhe.
Allein in den vergangenen Stunden brannten laut Feuerwehr mehr als 200 Mülltonnen. Seit Tagen entsorgen die Müllarbeiter nur einen Teil der Abfälle und verweigern zudem jegliche Überstunden.

Sie fürchten, dass ihnen das in finanziellen Schwierigkeiten steckende Entsorgungsunternehmen Amia die Löhne schuldig bleibt. Die Stadt will das Problem nun mit einer 30-prozentigen Anhebung der Entsorgungsgebühren in den Griff bekommen.

Neapel und seine Umgebung leiden seit mehr als einem Jahrzehnt unter einem Abfallproblem. Dort liegt das Problem jedoch an der mangelnden Entsorgung: Deponien und Wiederverwertungsanlagen sind chronisch überlastet, von der örtlichen Mafia betriebene Müllhalden wurden geschlossen. In regelmässigen Abständen wird in der süditalienischen Stadt die Müllkrise ausgerufen.

tri/sda