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Noch keine Rückkehr zur Normalität

Jetzt beginnt das grosse Aufräumen.
Ratloser Helfer: Wo mit Aufräumen anfangen bei diesem Schlamm-assel?
Im Hafen von Brunnen staut sich das Schwemmholz.
Donnerstag, 25. August 2005
Bern - In den Hochwassergebieten hat sich die Lage im Verlaufe des Morgen merklich entspannt. Von einer Normalisierung kann aber schweizweit noch lange nicht die Rede sein.
Gebannt ist die Gefahr beim Reusswehr in Perlen LU. Laut den Luzerner Behörden habe sich die Differenz des Wasserpegels vor und hinter dem Wehr stark reduziert, so dass auch bei einem allfälligen Bruch des Wehrs keine Flutwelle entsteht.

Im gesamten Kanton Luzern hat sich die Lage laut den Behörden etwas beruhigt. Auch in den anderen Innerschweizer Kantonen scheint sich die Lage zu stabilisieren. In Uri wurde in Aussicht gestellt, dass ab 15 Uhr wieder Züge auf der gesamten Gotthardlinie rollen sollen, vorerst aber nur für den Regionalverkehr.

Probleme mit Trinkwasser

In Obwaldner Hauptort Sarnen funktioniert die Trinkwasserversorgung nach wie vor; allerdings muss das Wasser abgekocht werden, bevor es getrunken werden darf. Engelberg hat wieder Strom, ist aber wie das Melchtal vorderhand nur auf dem Luftweg zu erreichen.

Während die Pegelstände der Berner Seen langsam sinken, kämpfen die Einsatzkräfte gegen Probleme mit dem Schwemmholz an. Dieses verstopft insbesondere am Thunersee und in Bern wichtige Schleusen und Schwellen.

Unspunnenfest abgesagt

Einigermassen stabil war die Lage auch in den übrigen Unwettergebieten im Kander- und Diemtigtal. In Oey-Diemtigen sind bis zu 60 Häuser völlig zerstört. Das Unspunnenfest in Interlaken musste abgesagt und um ein Jahr verschoben werden.

In Susch im Unterengadin kehren die 70 Evakuierten in ihre Häuser zurück. Die Kantonsstrasse im Unterengadin soll am Abend wieder geöffnet werden. Auch mit der Wiederaufnahme des Autoverlads durch den Vereinatunnel werde bis am Abend gerechnet.

In Weesen SG am Walensee wird weiter empfohlen, das Trinkwasser abzukochen. In Appenzell Ausserrhoden hat sich die Lage beruhigt.

Pegel sinkt

Am Linthkanal, dem Hauptzufluss des Zürichsees, hat da Wasser am Mittwochmittag den Höchststand erreicht, seither sank der Pegel um einen halben Zentimeter pro Stunde.

Auch im Kanton Glarus kehrte der Alltag ein: Alle Durchgangsstrassen sind geöffnet. Auch die SBB-Strecke Ziegelbrücke-Linthal kann seit dem frühen Donnerstmorgen wieder durchgehend befahren werden.

sl/sda