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Napolitanischer Abfall geht nach Genf

Neapel hat das Müllproblem nicht mehr selbst in den Griff bekommen. (Archivbild)
Donnerstag, 28. Februar 2008
Genf - Genf ist bereit, in den Jahren 2008 bis 2011 jährlich 38'000 bis 50'000 Tonnen Abfall aus Italien zu übernehmen. Das Vorhaben muss noch vom Bund und von der Genfer Regierung abgesegnet werden.
Die Genfer Kehrichtverbrennungsanlage Cheneviers will helfen, das napolitanische Abfallproblem zu lösen. Die Städtischen Industriebetriebe Genf SIG schliessen dazu in den nächsten Tagen einen Vertrag ab.

Der Verwaltungsrat habe der Direktion grünes Licht gegeben, Kehricht aus dem Ausland in Cheneviers zu verbrennen, sagte der SIG-Pressesprecher Christian Brunnier gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Der Entscheid sei mit 15 gegen drei Stimmen getroffen worden.

In den nächsten Tagen werde nun mit der von der italienischen Regierung mit dem Abtransport des Abfalls beauftragten Gesellschaft ein Vertrag abgeschlossen.

Die SIG habe mit dem Vertragspartner strenge Bedingungen ausgehandelt, sagte Brunnier weiter. Die SIG sei bislang die einzige Verbrennungsanlage in Europa, die die Anlieferung per Zug zwingend vorschreibe. Ausserdem akzeptiere man nur frischen Kehricht der nicht schon Wochen herumgelegen sei. Auch wolle man genau wissen, woher der Kehricht stamme.

Aus diesem Grund sollen noch in Italien Qualitätsanalysen vorgenommen werden. Die Kontrolle darüber hat die SIG einer unabhängigen Firma anvertraut.

rr/sda