Anzeige

Merkel kämpft um G-8-Kompromiss

Tony Blair und Angela Merkel halten in der Klimafrage zusammen. (Archivbild)
Sonntag, 3. Juni 2007
Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt die Hoffnung auf eine Einigung der G-8 zum Klimaschutz nicht auf. Unterstützung bekam sie vom britischen Premierminister Tony Blair bei einem Treffen in Berlin.
Vor einem Treffen mit Blair im Berliner Kanzleramt sagte Merkel am Abend, beim Klimaschutz seien Fortschritte nötig. Die Initiative von US-Präsident George W. Bush sei «willkommen».

Die Debatte müsse am Ende aber einmünden in einen UNO-Prozess, der nach dem Auslaufen des «Kyoto-Protokolls» 2012 dringend nötig sei.

Blair sagte beim Treffen im Kanzleramt, er wolle einen Beitrag leisten, auch die anderen G-8-Partner für eine Einigung zu gewinnen. Der Gipfel der mächtigen Industrienationen und Russlands G-8, der am Mittwoch in Heiligendamm beginnt, ist der letzte für Blair. Er scheidet am 27. Juni aus dem Amt.

Auch USA Teil der Bemühungen

Er halte einen «historischen Durchbruch» während des G-8-Gipfels für möglich, sagte Blair weiter. Mit der Initiative von Bush seien die Vereinigten Staaten erstmals Teil der Bemühungen um die Reduzierung der Treibhausgase geworden.

Eine Woche vor dem G-8-Gipfel hatte Bush am Donnerstag eine eigene Strategie im Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe vorgeschlagen.

Die 10 bis 15 wichtigsten Treibhausgas-Produzenten sollen sich demnach bis Ende 2008 auf ein gemeinsames, globales Ziel zur Verringerung der schädlichen Emissionen einigen.

rr/sda