Im schleswig-holsteinischen Lauenburg standen Teile der Altstadt unter Wasser. Der Fluss schwoll dort auf einen Pegelstand von 9 Metern an und soll noch um bis zu 30 Zentimeter steigen.
Katastrophenalarm in mehreren Landkreisen
In mehreren Landkreisen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern war gestern wegen der weiter steigenden Wasserstände Katastrophenalarm ausgelöst worden.
Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich auf das voraussichtlich grösste Elbe-Hochwasser seit 1895 vor. In Dömitz und Boizenburg übertrafen die Pegel mit jeweils 6,59 Metern Morgen bereits die Höchststände von 2002. Damals hatten die Wasserstände in Dömitz 6,57 und in Boizenburg 6,45 Meter betragen.
Sorge um Deiche
Brandenburg nimmt das Hochwasser regelrecht in die Zange: Nicht nur an der Elbe, sondern auch an der Oder ist die Lage angespannt. Grosse Sorge bereite den Experten die Stabilität der Deiche, die Zahl der Sickerstellen nehme zu, teilte das Lagezentrum in Potsdam mit.
Die Pegel würden zum Teil zwar sinken, allerdings nur sehr langsam. Deshalb laste anhaltend enormer Druck auf den Deichen.
Oder steigt weiter
Die Oder steigt den Angaben zufolge weiter an. In Frankfurt an der Oder überschwemmte der Fluss mittlerweile das Ufer. Die Feuerwehr müsse die ersten Keller auspumpen.
An der Havel habe sich die Lage dagegen beruhigt. In den Flutgebieten in Sachsen entspannte sich die Lage weiter. Entspannt ist die Situation in der Sächsischen Schweiz. Dort konnte ausgerufenen Katastrophenalarm wieder aufheben.
