Anzeige

Klimawandel führt zu hohen Kosten

Vor allem das Gebiet südlich der Sahara ist gefährdet.
Dienstag, 27. November 2007
Genf - Der Klimawandel führt in Afrika zu überdurchschnittlich hohen Kosten. Zugleich akzentuieren die steigenden Temperaturen die Ungleichheiten auf dem Kontinent noch weiter. Zu diesem Schluss kommt das UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP).
«Der Klimawandel untergräbt die internationalen Anstrengungen im Kampf gegen die Armut», schreibt die UNO-Organisation in ihrem Bericht. Die Fortschritte zur Erreichung der UNO-Millenniumsziele würden dadurch verlangsamt. Betroffen seien Massnahmen in der Gesundheit, Ernährung und Erziehung.

Die reichen Länder, die am meisten Abgase verursachten, seien aber diejenigen, die kurzfristig von den Folgen des Klimawandels am wenigsten betroffen seien. Am verletzlichsten seien die ärmsten Länder, die weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart gross zum Ausstoss von Treibhausgasen beigetragen hätten, unterstreicht das UNDP.

Weniger Niederschläge

Über dem Durchschnitt seien die Folgen für Afrika südlich der Sahara. Bis 2060 würden die Temperatur um 2,9 Grad steigen, gleichzeitig die Niederschlagsmengen um vier Prozent zurückgehen.

Das Einkommen pro Kopf werde dadurch um etwa einen Viertel sinken.

Chance noch intakt

Weniger NiederschlägeDie UNDP ruft zum raschen Handeln auf, um die Entwickung zu bremsen, die vor allem zwei Gruppen belastet, die Ärmsten und die künftigen Generationen. Noch gebe es eine Chance, diese Schlacht zu gewinnen.

Dazu müssten die industrialisierten Länder ihren Ausstoss an Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Auch die Entwicklungsländer müssten ihre Emissionen bis 2050 um einen Fünftel senken.

ht/sda