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Karibiksturm «Dean» wird stärker - Haiti will evakuieren

Wird immer stärker: Hurrikan «Dean».
Samstag, 18. August 2007
Miami - Der Hurrikan «Dean» hat Kurs auf Jamaika und die mexikanische Halbinsel Yucatan genommen. Bei seinem Weg durch die Karibik schlug er eine Schneise der Zerstörung.
Das Auge des Sturms befinde sich 1290 Kilometer südöstlich der jamaikanischen Hauptstadt Kingston, teilte das Nationale Hurrikanzentrum NHC der USA in Miami mit. Es stufte den tropischen Wirbelsturm auf Stärke vier und damit auf die zweitstärkste Kategorie hoch.

Die jamaikanischen Behörden erwarteten «Dean» für Sonntag auf der Insel, vorsorglich berief der Katastrophenschutz-Ausschuss eine Sitzung ein. Es wurde befürchtet, dass durch den Wirbelsturm der Fahrplan für die Parlamentswahl am 27. August durcheinandergeraten könnte.

Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan riefen die Behörden eine «vorsorgliche Warnung» aus. Die Bewohner wurden aufgefordert, Sicherheitsmassnahmen vor der für Montag oder Dienstag erwarteten Ankunft des Sturms zu ergreifen.

Warnstufe «orange» für Haiti ausgegeben

In Haiti wurde die Warnstufe «orange» ausgerufen, da «Dean» einigen Vorhersagen zufolge auf seinem Weg in Richtung Jamaika auch hier den Süden streifen könnte. Mehr als 1000 Rettungskräfte seien alarmiert und Notunterkünfte errichtet worden, teilte der Katastrophenschutz mit.

Auf seinem Weg durch die östliche Karibik war «Dean» mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 170 Kilometern pro Stunde über den Süden Martiniques hinweggefegt und hatte am Freitag schwere Überschwemmungen verursacht. Die Stadt Rivière-Pilote stand vollständig unter Wasser.

Der Sturm riss Dächer von den Häusern, ein Drittel der rund 115 000 Bewohner der Insel war zeitweise ohne Strom. Die für die Überseegebiete zuständigen französischen Behörden teilten mit, «Dean» habe zwei Drittel der Zuckerrohrernte und fast die gesamte Bananenernte auf Martinique vernichtet.

tri/sda