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Grüne fordern Import-Moratorium für Biodiesel

Agrodiesel aus Raps schneide in einer Studie der EMPA schlecht ab.
Dienstag, 5. Juni 2007
Bern - Gemäss einer kürzlich veröffentlichten Studie ist so genannter Biodiesel keineswegs ökologisch. Nun fordern die Grünen Schweiz ein fünfjähriges Import-Moratorium für Agrotreibstoffe.
Steigende Ölpreise und der Klimawandel hätten den Anbau von Pflanzen zur Herstellung von Ethanol und Pflanzendiesel sprunghaft ansteigen lassen, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern.

Zurzeit würden in den USA, der EU, Brasilien und Asien Milliardenbeträge in den Anbau von Mais, Soja, Raps, Zuckerrohr, Palmöl oder Weizen investiert.

Damit würden mehr Probleme geschaffen als gelöst. Nahrungsmittel würden knapp, der Regenwald werde noch mehr abgeholzt, Kleinbauern verlören ihren Boden, Monoplantagen entstünden, und Wasser werde durch Pestizide und Dünger vergiftet.

Kritische EMPA-Studie

Die zweifelhafte Ökobilanz von Agrotreibstoffen bestätigt eine kürzlich veröffentlichte EMPA-Studie im Auftrag des Bundes. Sie zeigt, dass nur Treibstoffe aus Abfall, Reststoffen und Holz ökologisch positiv bewertet werden können.

Darum lehnen die Grünen auch inländische Kulturen zur Produktion von Agrotreibstoffen ab. Diese könnten zwar eine Chance sein für die Schweizer Landwirtschaft. Unter dem Strich gebe es für den Anbau von Biomasse als Ausgangsprodukt für Treibstoff keine ökologiosche Rechtfertigung.

bert/sda