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Brasilien lehnt Moratorium für Biotreibstoffe ab

Jean Ziegler befürchtet eine Verschwendung von Lebensmitteln.
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Genf - Brasilien lehnt ein Moratiorium für die Produktion von Biotreibstoffen ab. Aussenminister Celso Amorim erteilte dem Vorschlag des UNO-Sonderberichterstatters für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, eine Abfuhr.
Es wäre gut, wenn Ziegler erneut nach Brasilien reisen würde, sagte Amorin vor den Medien in Genf.

Lediglich 0,4 Prozent der Fläche Brasiliens werde für die Produktion von Biotreibstoffen verwendet. Diese Produktion habe keinen Einfluss auf die Lebensmittelpreise.

Zudem habe die Zahl der unterernährten Menschen in Brasilien in den letzten Jahren abgenommen obwohl die Biotreibstoff-Produktion gesteigert worden sei, betonte Amorin.

Mehr Hunger in der Welt

In seinem Bericht zu Handen der UNO-Vollversammlung hatte Ziegler ein fünfjähriges Biotreibstoff-Moratorium gefordert. Innert dieser Frist könnten die Auswirkungen auf die Agrarmärkte, die Ernährung der Ärmsten analisiert und neue Technologien entwickelt werden.

Ziegler moniert, für Biotreibstoffe würden landwirtschaftliche Flächen verwendet, die eigentlich für den Anbau von Nahrungsmitteln vorgesehen seien. So werde mehr Hunger über die Welt gebracht.

Der Sonderberichterstatter nannte Brasilien als konkretes Beispiel dafür. Brasilien ist einer der wichtigsten Produzenten von Biotreibstoff aus Zuckerrohr.

rr/sda