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Gemeindekassier von Mörel räumt Fehler ein

Die Gemeinde Mörel ist unrühmlich in die Schlagzeilen geraten.
Mittwoch, 30. März 2005
Mörel - Der Gemeindekassier von Mörel VS räumt ein, dass die Gemeinde 193 000 Franken nicht angegeben hat, die nach den Unwettern von 2000 von Privaten und Firmen direkt gespendet wurden.
Alle anderen Vorwürfe werden nach wie vor vehement zurückgewiesen. Die Gemeindebehörden von Mörel gehen davon aus, dass es zwischen dem Kanton Wallis und der Glückskette Missverständnisse gegeben hat. Mörel soll für die Unwetterschäden von 2000 von der Glückskette insgesamt rund 860 000 Franken zu viel bezogen haben.

Er wisse nicht, wie es zu dieser Forderung habe kommen können, sagte der Gemeindekassier auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. An Direktsdpenden habe die Gemeinde im Rahmen einer Sammelaktion der Aargauer Zeitung 711 000 Franken eingenommen, 80 000 Franken seien vom Lions Club und der Stadt Zürich gespendet worden.

Vorschriftsgemäss gemeldet

Diese Beträge seien dem Kanton vorschriftsgemäss gemeldet worden, der die Arbeiten zur Behebung der Unwetterschäden vorfinanziert habe. Die Gemeinden hätten anschliessend nochmals die direkt eingegangene Spenden auflisten müssen.

193 000 Franken, die von anderen privaten Spendern und Unternehmern eingegangen seien, seien tatsächlich nicht gemeldet worden, räumt der Gemeindekassier ein. Das Geld sei für dringlichste Arbeiten verwendet worden. Es sei dabei um nicht versicherbare Unwetterschäden gegangen, die dem Kanton nicht gemeldet worden seien.

Kein Geld für das Schulhaus

Vehement weist die Gemeinde den Vorwurf zurück, einen Teil der 711 000 Franken für den Bau einer neuen Schule verwendet zu haben. Kein einziger Franken dieser Gelder sei in den Schulbau geflossen, versicherte Gemeindepräsidentin Marianne Imfeld in einem Interview mit dem Nouvelliste.

Abgesehen davon seien die Kosten für den Bau des Schulhauses - das von mehreren umliegenden Dörfern genutzt wird - in einer separaten Rechnung aufgeführt, präzisiert der Gemeindekassier. Hier könne es zu einem Missverständnis oder eine Verwechslung gekommen sein.

rp/sda