Er wisse nicht, wie es zu dieser Forderung habe kommen können, sagte der Gemeindekassier auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. An Direktsdpenden habe die Gemeinde im Rahmen einer Sammelaktion der Aargauer Zeitung 711 000 Franken eingenommen, 80 000 Franken seien vom Lions Club und der Stadt Zürich gespendet worden.
Vorschriftsgemäss gemeldet
Diese Beträge seien dem Kanton vorschriftsgemäss gemeldet worden, der die Arbeiten zur Behebung der Unwetterschäden vorfinanziert habe. Die Gemeinden hätten anschliessend nochmals die direkt eingegangene Spenden auflisten müssen.
193 000 Franken, die von anderen privaten Spendern und Unternehmern eingegangen seien, seien tatsächlich nicht gemeldet worden, räumt der Gemeindekassier ein. Das Geld sei für dringlichste Arbeiten verwendet worden. Es sei dabei um nicht versicherbare Unwetterschäden gegangen, die dem Kanton nicht gemeldet worden seien.
Kein Geld für das Schulhaus
Vehement weist die Gemeinde den Vorwurf zurück, einen Teil der 711 000 Franken für den Bau einer neuen Schule verwendet zu haben. Kein einziger Franken dieser Gelder sei in den Schulbau geflossen, versicherte Gemeindepräsidentin Marianne Imfeld in einem Interview mit dem Nouvelliste.
Abgesehen davon seien die Kosten für den Bau des Schulhauses - das von mehreren umliegenden Dörfern genutzt wird - in einer separaten Rechnung aufgeführt, präzisiert der Gemeindekassier. Hier könne es zu einem Missverständnis oder eine Verwechslung gekommen sein.
