Die Nullgradgrenze lag bei rund 3500 Metern, und so verzeichneten auch Wintersportgebiete warmes Wetter. In Disentis GR kletterte das Quecksilber auf 12,2 Grad, in Adelboden BE auf 11,7 und in Davos GR auf 8,5 Grad.
Das sonnige Wetter war laut MeteoNews einer Kombination von Hochdruck und milden westlichen Winden zu verdanken. In den Alpen war der Sonntag der bisher wärmste Tag des Jahres, im Flachland hält der 8. Januar den Rekord. Gemäss dem Wetterdienst Meteomedia gab es zudem ausgezeichnete Fernsicht, weil die Luft sehr trocken war - auf den Gipfeln lag die relative Feuchte teilweise unter 10 Prozent.
Wenig Schnee, aber gute Pisten
Neuschnee ist in den Schweizer Alpen weiterhin nicht in Sicht. Davon liessen sich viele Schneesportler allerdings nicht beeindrucken. So blickt etwa die Region Flumserberg SG auf ein gutes Wochenende zurück. «Wir sind sehr zufrieden», sagte René Zimmermann von den Bergbahnen Flumserberg auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Definitive Zahlen lagen am Sonntag noch nicht vor. Anhand der parkierten Autos rechnen die Verantwortlichen jedoch mit 11'000 bis 12'000 Gästen im Gebiet - an Rekordtagen sind es jeweils rund 14'000.
Alle 16 Anlagen waren offen, und laut Zimmermann war der Pistenzustand im gesamten Gebiet zwischen 1200 und 2200 Metern gut. Die Region Flumserberg zieht vor allem Wintersportler aus dem Grossraum Zürich an.
Auch die Jungfraubahnen im Berner Oberland können sich nicht beklagen. «Es liegt zwar nicht so viel Schnee, aber die Pisten sind in sehr gutem Zustand», sagte Mediensprecher Simon Bickel zur SDA. Sämtliche 49 Anlagen waren in Betrieb, und auch die beiden Talabfahrten nach Wengen und Grindelwald waren offen.
