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Flussmündungen in China sind «Tote Zonen»

Der Algenbefall wird durch ungeklärte Abwasser und Schadstoffe wie Dünger verursacht.
Mündung des Jangtse nördlich von Shanghai.
Freitag, 20. Oktober 2006
Peking - Die Mündungen der beiden grössten Flüsse Chinas sind von der UNO wegen ihres hohen Verschmutzungsgrades zu «toten Zonen» erklärt worden.
Experten warnen vor einer starken Bedrohung für die von der Fischerei lebenden Menschen sowie für den Fischbestand.

Bei den betroffenen Flüssen handelt es sich um den Jangtse und den Gelben Fluss, wie die staatliche Zeitung «China Daily» unter Berufung auf eine Studie des UNO-Umweltprogramms UNEP berichtete.

Verstärkte Algenblüte

«Tote Zonen» sind Wassergebiete, deren Sauerstoffgehalt durch eine verstärkte Algenblüte besonders gering ist. Der Algenbefall wird durch ungeklärte Abwasser und Schadstoffe wie Dünger verursacht und bedroht schliesslich auch das Meeresleben.

Die chinesischen Küstenregionen seien im Jahr 2005 von 82 Wellen verstärkter Algenblüte betroffen gewesen, berichtete «China Daily» unter Berufung auf einen Bericht der staatlichen Umweltschutzbehörde.

Mehr als 500 000 Tonnen Ammoniak, Stickstoff und Phosphate seien in dem Jahr ins Meer geleitet worden. Im Juni diesen Jahres waren 1000 Quadratkilometer des Jangtse-Flusses von Algen befallen worden. Mehr als zwölf Millionen Fische kamen ums Leben.

bert/sda