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Chinas längster Fluss stark verschmutzt

Hunderte Millionen Menschen leben am Jangtse und seinen Nebenflüssen.
Dienstag, 3. Oktober 2006
Peking - Mehr als ein Viertel des Wassers des Jangtse-Flusses ist derart verschmutzt, dass es nicht mehr als Trinkwasser aufbereitet werden kann.
Dies berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf einen Bericht der zuständigen Behörden. Mittlerweile seien 27,5 Prozent des Wassers in Chinas längstem Fluss schwer verschmutzt. Im Jahr 1998 seien noch weniger als 20 Prozent des Wasser verunreinigt gewesen.

Die übrigen 72,5 Prozent müssten behandelt werden, damit das Wasser trinkbar werde, hiess es weiter. Im vergangenen Jahr seien etwa 30 Milliarden Tonnen verschmutzten Wassers in den Fluss gekippt worden, etwa 50 Prozent mehr als 1998.

Hunderte Millionen Menschen leben am Jangtse und an seinen Nebenflüssen. Die chinesische Regierung hat Gesetze gegen das Einleiten von verschmutzen Wasser in den Fluss erlassen. Den Behörden fehlt aber oft jedoch die Macht, die Gesetze anzuwenden.

ht/sda