Die Schweizer seien kein Volk, das aus ethischer Überzeugung so viel Energie spare, wie es eigentlich könnte.
Investition in Innovationen
Die Lenkungsabgabe würde der Bevölkerung wieder zurückgegeben, sagte Leuenberger. Noch lieber wäre ihm persönlich aber eine andere Variante, nämlich das Geld «in Innovationen im Bereich klimafreundliche Technologien zu investieren».
Ein Glühlampen-Verbot, wie es die australische Regierung will, ist laut Leuenberger ebenfalls Teil des Massnahmenpakets. In Australien sollen die herkömmlichen Glühbirnen ab 2010 durch Energiesparlampen ersetzt werden, wie am Dienstag bekannt wurde.
Das Massnahmenpaket sei bewusst noch nicht präsentiert worden, sagte Leuenberger. Er habe zuerst grünes Licht haben wollen, dass die beiden Säulen «Förderung erneuerbarer Energie» und «Energieeffizienz in der Energie-Strategie nötig seien. Der Aktionsplan für mehr Energieffizienz soll bis Ende Jahr vorliegen.
WWF gegen neue AKWs
Die Schweiz braucht keine neuen Grosskraftwerke, wenn alle möglichen Energie-Effizienz- und -Sparmassnahmen ergriffen werden. Diese Meinung vertritt WWF-Direktor Hans-Peter Fricker in einem Interview mit dem »Bund«.
Fricker verweist in diesem Zusammenhang auf den Verbrauch von Energie für Gebäudeheizungen. Die Wohnfläche in der Schweiz sei grösser geworden, nicht aber der Energieaufwand für das Beheizen, weil mit effizienteren Technologien gearbeitet werde.
In der Schweiz sei der Strompreis tief, die Preise für Heizöl und Benzin sehr tief. Ein Blick ins Ausland zeige, dass dort mehr gespart werde, wo die Energie teuer ist, beispielswiese in Japan. FDP-Mitglied Fricker warnt zudem vor dem nachlässigen Umgang mit der Atomenergie.
