Noch keine Angaben liegen darüber vor, welcher Kanton wie stark betroffen ist. Es scheine, als ob die Meldungen je etwa zur Hälfte aus der Deutschschweiz und der Romandie kämen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Dabei handle es sich aber lediglich um einen Eindruck.
In den Kantonen Waadt, Freiburg, Bern und Luzern sind komplette Felder zerstört worden. Betroffen sind Raps, Mais, Tabak, Kartoffeln und Gemüse.
Im Waadtland zerstörte der Hagel in vielen Weinbergen in La Cte und Gros-de-Vaud die Hälfte der Trauben, wie Jean-Michel Bolay vom kantonalen Weinbauamt sagte. Die Folgen für die Ernte 2009 könne noch nicht abgeschätzt werden.
3000 Meldungen zu Gebäudeschäden
Die Hagelkörner beschädigten auch Gebäude und Fahrzeuge. Rund 3000 Meldungen zu Gebäudeschäden gingen bereits bis Freitagabend bei der Gebäudeversicherung des Kantons Bern ein, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte.
Am Donnerstagnachmittag zogen mehrere Gewitter über die Westschweiz und das Mittelland. Hagelkörner so gross wie Pingpong-Bälle und starke Winde verursachten beträchtliche Schäden. Eine Frau in Brunnen SZ wurde leicht verletzt, als ein herumfliegendes Brett sie am Kopf traf.
Die starken Windböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 154 km/h in der Zentralschweiz Brunnen SZ, wie der Wetterdienst MeteoNews mitteilte. Auch im Mittelland mass MeteoNews mit 117 km/h in Gümligen BE hohe Geschwindigkeiten. Die höchte gemessene Windgeschwindkeit betrug 176 km/h beim kleinen Matterhorn.

