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Das wird teuer: Ansturm auf Versicherungen nach Hagel

Im Kanton Freiburg rechnet die kantonale Gebäudeversicherung mit den grössten Hagelschäden der letzten dreissig Jahre.
Auf 20 Millionen Franken werden die Schäden beziffert.
Freitag, 24. Juli 2009
Bern - Über 50 Millionen Franken Schaden hat der Gewitter- und Hagelsturm vom Donnerstag in der Schweiz verursacht. Betroffen sind vor allem die Kantone Freiburg, Bern, das Waadtland und die Zentralschweiz. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden Felder und Weinberge.
In der Landwirtschaft dürfte sich der Schaden nach dem Gewittersturm auf rund 20 Millionen Franken belaufen, wie die Schweizerische Hagelversicherung nach Angaben ihres Direktors Pascal Forrer schätzt. Sie erwartet rund 5000 Schadensmeldungen. Die Telefone liefen heiss.

Noch keine Angaben liegen darüber vor, welcher Kanton wie stark betroffen ist. Es scheine, als ob die Meldungen je etwa zur Hälfte aus der Deutschschweiz und der Romandie kämen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Dabei handle es sich aber lediglich um einen Eindruck.

In den Kantonen Waadt, Freiburg, Bern und Luzern sind komplette Felder zerstört worden. Betroffen sind Raps, Mais, Tabak, Kartoffeln und Gemüse.

Im Waadtland zerstörte der Hagel in vielen Weinbergen in La Cte und Gros-de-Vaud die Hälfte der Trauben, wie Jean-Michel Bolay vom kantonalen Weinbauamt sagte. Die Folgen für die Ernte 2009 könne noch nicht abgeschätzt werden.

3000 Meldungen zu Gebäudeschäden

Die Hagelkörner beschädigten auch Gebäude und Fahrzeuge. Rund 3000 Meldungen zu Gebäudeschäden gingen bereits bis Freitagabend bei der Gebäudeversicherung des Kantons Bern ein, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte.

Am Donnerstagnachmittag zogen mehrere Gewitter über die Westschweiz und das Mittelland. Hagelkörner so gross wie Pingpong-Bälle und starke Winde verursachten beträchtliche Schäden. Eine Frau in Brunnen SZ wurde leicht verletzt, als ein herumfliegendes Brett sie am Kopf traf.

Die starken Windböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 154 km/h in der Zentralschweiz Brunnen SZ, wie der Wetterdienst MeteoNews mitteilte. Auch im Mittelland mass MeteoNews mit 117 km/h in Gümligen BE hohe Geschwindigkeiten. Die höchte gemessene Windgeschwindkeit betrug 176 km/h beim kleinen Matterhorn.

smw/sda