Dies sei nicht übermässig, aber «ziemlich anständig». Meteocentrale mass in Brunnen SZ gar Orkanböen mit Geschwindigkeiten von 154 km/h.
Regen fiel hingegen nicht allzu viel. Im Raum Bern wurden nur rund 18 Liter pro Quadratmeter gemessen, im Raum Luzern waren es noch weniger. Schäden hinterliess vor allem der Hagel. Teilweise fielen Körner so gross wie Pingpong-Bälle.
Am stärksten vom Hagel betroffen war das Gebiet im Norden des Gibloux, insbesondere Romont und Umgebung. Umgefallene Bäume versperrten Strassen, ein Ast stürzte auf eine Fahrleitung der Freiburger Verkehrsbetriebe und legte den Bahnverkehr zwischen Romont und Bulle lahm. In zahlreichen Haushalten fiel der Strom aus.
Bäume kamen auch im Kanton Bern zu Fall. Auf der A6 zwischen Bern und Rubigen war es deswegen vorübergehend zum Stau gekommen.
Bahnverkehr unterbrochen
In Mitleidenschaft gezogen wurde auch der Bahnverkehr in Winterthur und im Kanton Graubünden. Wegen einer Fahrleitungsstörung zwischen Winterthur und Wil mussten die Reisenden mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen.
Gleich an drei Orten hatte ein Föhnsturm bereits kurz nach Mittag die Linie Chur-Arosa der Rhätischen Bahn RhB unterbrochen. Mehrere Bäume waren auf die Fahrleitung gefallen. Die Strecke bleibt bis Betriebsschluss gesperrt. Für den Transport der Reisenden werden Busse eingesetzt.
Weite Teile der Schweiz waren aber nicht nur vom Hagel, sondern auch von Hitze betroffen. Der erste Tag der so genannten Hundstage 23. Juli bis 23. August, an denen in der Regel die wärmsten Tage des Jahres gemessen werden, wurde seinem Ruf mit Temperaturen von über 30 Grad gerecht.

